Hausmittel für den Garten

– Was Opa noch wusste –

Als ich ein Kind war, hatten sowohl mein Vater, als auch mein Opa einen Schrebergarten, indem sie ganz viele Dinge ohne Chemie gelöst haben.

Ob Milch, Kaffeesatz, Eierschalen oder Zimt , viele Lebensmittel oder deren Abfallprodukte, lassen sich prima im Garten einsetzen, sei es als Dünger oder Schädlingsbekämpfer. Der Vorteil ist sie enthalten keine Chemie und sind kostengünstig. Viele dieser Produkte wurden von unseren Großeltern ganz selbstverständlich benutzt. Dieses Wissen wird jetzt teilweise wieder neu entdeckt. Wie kann man sich also, welches Hausmittel für den Garten zu nutze machen?

Kaffeesatz

Kaffeesatz zunächst einmal ohne Filter oder Pad trocknen und dann in die Erde einarbeiten. Dabei kann man ihn beispielsweise super als Torfersatz hernehmen, denn er verleiht der Erde eine krümelige Struktur, sodass der Boden länger das Regenwasser hält, außerdem werden Regenwürmer, die den Boden lockern angelockt. Deine Pflanzen danken es Dir mit kräftigem und gesundem Wachstum.

Im Gemüsebeet fördert Kaffeesatz die Blütenbildung und die Fruchtreife.

Kaffeesatz kann aber auch zur Bekämpfung von Schädlingen eingesetzt werden.

Um die Pflanzen gestreut hält er Schnecken und Ameisen fern. Auch Blattläuse mögen ihn nicht, wobei bei starkbefallenen Pflanzen in meinen Augen ein Besprühen mit Spülwässer besser hilft.

Milch

Milch/midlifeblog.de

In der Milch enthaltene Mikroorganismen bekämpfen den gefürchteten Mehltau-Pilz. Das enthaltene Natriumphosphat stärkt zudem die Abwehrkräfte der Pflanze und beugt somit einer erneuten Erkrankung durch den echten Mehltau vor.

Zweimal wöchentlich ein Gemisch von Milch und Wasser im Verhältnis 1:9 herstellen und das Ganze auf die befallende Pflanze und deren Blätter sprühen.

Ich verwende es auch bereits vorbeugend, indem ich Milch ins Gießwasser gebe, bei Pflanzen die sehr anfällig sind für Mehltau, wie Tomaten, Gurken oder Kürbis. Insbesondere 1- 2 Wochen nach der Pflanzung setze ich auf diese Behandlung zur Vorbeugung.

Eierschalen

Eierschalen eignen sich super als Dünger. Ein elementarer Baustein für gesunde Pflanzen ist Kalk, denn er ermöglicht die Aufnahme aller weiteren Mineralstoffe. Kalk lockert den Boden und schafft optimale Bedingungen für die Wurzeln, um Nährstoffe aufzunehmen. Mit 90 Prozent Kalkanteil sind Eierschalen ein hervorragender Kalklieferant. Darüber hinaus enthalten Eierschalen Fluor, Kupfer, Eisen, Mangan, Molybdän, Phosphor, Schwefel, Zink und Silizium. Egal ob Du die Eierschalen so in den Boden einarbeiten willst oder einen Flüssigdünger herstellen willst, zunächst solltest Du die Eierschalen gut waschen, trocknen und möglichst fein pulverisieren. Das Pulver kannst Du dann direkt verwenden oder in Wasser auflösen, dabei reicht die Menge von 1-2 Eiern auf einen Liter Wasser. Den so gewonnen Flüssigdünger über Nacht stehen lassen, damit sich die Wirkstoffe gut lösen.

Brennnesseljauche

Brennnessel

Brennnesseln sollte man in seinem Garten, an nicht störenden Stellen, einfach stehen lassen, aber kurz vor der Blüte abschneiden, damit sie sich nicht unkontrolliert im Garten ausbreiten. Brennnesseln ziehen viele Nützlinge in den Garten. Mit der abgeschnittenen Menge kann man eine tolle Jauche herstellen, die im Gieswasser verdünnt ein toller Dünge ist, der Deine Pflanzen widerstandsfähig hält.

Um eine Jauche anzusetzen, gehst Du wie folgt vor:

1. Frisches oder getrocknetes Pflanzenmaterial grob zerkleinern, in ein großes Gefäß aus Kunststoff oder Ton (nicht aus Metall) geben und mit Regenwasser auffüllen. Als Faustregel gilt: ein Kilogramm frische oder 100-200 Gramm getrocknete Pflanzen auf zehn Liter Wasser.

2. Mit einem luftdurchlässigen Deckel (zum Beispiel einem Gitter) abdecken und mehrere Wochen ziehen lassen. Dabei regelmäßig umrühren.

3. Bei unangenehmer Geruchsentwicklung etwas Gesteinsmehl (aus dem Gartenmarkt) darüberstreuen, um den Geruch zu unterbinden.

4. Wenn die Brühe aufhört zu schäumen, ist sie gebrauchsfertig. Das dauert bei warmem Wetter ungefähr zwei Wochen, bei kühler Witterung etwas länger.

Die fertige Jauche ist hochkonzentriert und darf deshalb nicht pur ausgebracht werden. Es empfiehlt sich, einem Teil Jauche mit 10 bis 20 Teilen Gießwasser zu verdünnen. Viele weitere Wild- und Gartenpflanzen eignen sich ebenfalls, um pflanzenstärkende Jauchen anzusetzen – zum Beispiel Ackerschachtelhalm, Beinwell, Löwenzahn und Rhabarberblätter.

Zimt

Zimt ist ein tolles Pflanzenschutzmittel und wirkt gegen Schimmel, hilft beim anwurzeln von Pflanzen und kann als Pflaster für verwundete Pflanzen verwendet werden.

So setzt man die Zimtlösung für die Verwendung im Garten richtig an:

  • Einen gestrichenen Teelöffel gemahlenen Zimt…
  • auf 5 Liter warmes Wasser auflösen…
  • einige Stunden durchziehen lassen…
  • und fertig ist die Zimtlösung für die Verwendung als Pflanzenschutzmittel.

In der Vermehrung mit Stecklingen kann man, je nach Art, die Bewurzelung der Stecklinge fördern, indem man die Schnittflächen in Zimtpulver eintunkt.

Auch Rosen bepinsele ich nach dem Schneiden mit Zimt, das verhindert das Eindringen von Krankheiten in die Wunden.

Keine Verwendung von Salz, Essig oder Nikotin

Oftmals berichten Hobbygärtner auch von der Verwendung von Salz gegen Moosablagerungen und Essig oder Nikotin gegen Schädlinge.

Hiervon sollte Abstand genommen werden, da das Salz sprich das Natrium das Grundwasser verunreinigt und Essig viele Kleinstlebewesen abtötet.

Nikotin ist ein Nervengift und schädigt beispielsweise Bienen.

Also hier bitte Hände weg und ansonsten erfolgreiches gärtnern!

Habt Ihr weitere Tipps mit Hausmitteln, dann schreibt sie super gerne in die Kommentare.

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