Diese 10 Dinge solltest Du auf Malta gesehen haben

Malta ist ein Reiseziel, das Du das ganze Jahr über bereisen kannst. Ich war schon im Januar, April und Hochsommer dort, denn die Insel hat ca. 300 Sonnentage und jede Jahreszeit hat da ihren Reiz. Ideal um Baden und Sightseeing bei angenehmen Temperaturen verbinden zu können sind die Monate Mai-Juni und September-Oktober.

Ich habe meine Reisetipps etwas nach der Wichtigkeit gestaffelt, sodass Du bei einer kürzeren Reise auch mit Tipp 1 bis 5 sehr viel gesehen hast.

Das Bussystem in Malta ist so gut ausgebaut, dass man für die meisten Highlights keinen Mietwagen (Linksverkehr) oder geführten Ausflug braucht. Alle Linien starten oder führen zum Busbahnhof in Valletta, sodass man sich schnell zurecht findet. Noch dazu ist es sehr preiswert. So zahlt man für ein Einzelticket im Winter 1,50 €, im Sommer 2 € und für ein Wochenticket sogar nur 21 € aktuell.

1. Die Hauptstadt Valetta

Valletta, die Europäische Kulturhauptstadt 2018, zählt seit 1980 als Gesamtmonument zum UNESCO-Weltkulturerbe. Mit ihren steilen Straßen, Barockgebäuden, Palazzi, kleinen Geschäften und Häusern mit den typischen Balkonen hat Valletta einen ganz eigenen Charme. Die Stadt bietet seinen Besuchern zahlreiche Veranstaltungen, tolle Shoppingmöglichkeiten (besonders zum SALDI im Januar), hervorragende Restaurants, Bars und Cafés. An Sehenswürdigkeiten sind u.a. die St.John´s Co Cathedral, der Großmeisterpalast, die Upper Barraca Gardens mit ihrem tollen Panoramablick auf den Grand Harbour und die gegenüberliegenden Three Cities, zu denen man von der Valletta Waterfront aus per Wassertaxi fahren kann, unbedingt einen Besuch Wert. Auch eine Hafenrundfahrt in Valetta lohnt sich.


Mein Restauranttipp für Valletta: Rubino, Old Bakery Street

2. St.John´s Co Cathedral

Die Hauptkirche des Malteserordens ist äußerlich schlicht gehalten und wurde 1570 als Hauptsitz der Ritter errichtet. Lasst Euch jedoch nicht von dieser äußeren Unscheinbarkeit irritieren, Ihre Schätze offenbart die Kathedrale im Inneren, wo man von ihrer üppigen und reich dekorierten Ausstattung aus Gold, Marmor, Wandteppichen, Stuck und Schnitzereien nahezu geblendet wird. Jede Gruppe der Ritter besaß in der Kathedrale je eine Kapelle und sie wetteiferten um die größte und prunkvollste Dekoration. Eines der bedeutendsten Werke der Kirche ist „Die Enthauptung Johannes des Täufers“ von Caravaggio.

3. Die alte Hauptstadt Mdina

Lange bevor Valletta die Hauptstadt von Malta wurde, trug Mdina diesen Titel. Seit der Bronzezeit bewohnt und befestigt, verlor sie nach der Ankunft der Ritter im 16.Jahrhundert langsam an Bedeutung. Die Stadt ist immer noch bewohnt, aber fühlt sich wie ein lebendiges Freilichtmuseum an und wird daher auch gerne als Kulisse für Filmproduktionen wie „Game of Thrones“ benutzt. Maltas Adelsfamilien haben hier ihre Stammhäuser und die kleinen, labyrinthartigen Straßen der Stadt sind eine wahre Augenweide. Besonders beschaulich wird Mdina erst nach Sonnenuntergang, wenn die Touristenströme verebben und die Stadt zur Ruhe kommt. Dann spürt man erst die Atmosphäre in den Gassen.

Mein Restauranttipp: Bacchus Restaurant, Inguanez Aley

4. Entschleunigung auf Gozo

Gozo ist die zweitgrößte Insel des Archipels und zugleich ein gelebter Gegenentwurf zur quirligen Nachbarinsel Malta. Mit seiner malerischen Landschaft, den ruhigen Städten und unberührten Stränden ist diese kleine Insel der perfekte Ort, um einen erholsamen Urlaub zu genießen und dennoch kulturelle Sehenswürdigkeiten zu entdecken.

Du kannst direkt nach deiner Fährüberfahrt den Hopp on – Hopp off Bus nehmen, der in verschiedenen Routen um die Insel führt. Einfach an den Punkten, die Dich interessieren aussteigen und anschließend mit dem nächsten Bus weiterfahren. Du kannst beispielsweise den 5600 Jahre alten Ggantija-Tempel besuchen. Das einstmals berühmte Azure Window lohnt heute leider nach meiner Meinung nach nicht mehr, da dieses beeindruckende Felsentor aufgrund von Erosion eingestürzt ist. Der Großteil der Insel ist sanft hügelig und mit vielen kleinen Bauernhöfen bedeckt. Die Hügel führen zu geschützten Stränden und alten Fischerdörfern. Einen Stopp Wert ist auch der Ort Xlendi, wo sich die Einkehr in ein Restaurant lohnt. Aber auch Victoria, die Hauptstadt, hat viele schöne Ecken.

Mein Restauranttipp: The Boathouse, Xlendi

Xlendi Anfang April

Die Insel Gozo ist mit der Fähre von Maltas Ort Cirkewwa gut zu erreichen.

5. Der Wochenmarkt von Marsaxlokk

Marsaxlokk ist ein kleines und dabei sehr romantisch gelegenes Fischerdorf. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind neben dem lebhaften Wochenmarkt am Sonntag die bunten Fischerboote. Ein richtiges Postkartenmotiv erwartet Euch in dem kleinen, dafür aber sehr malerischen Marsaxlokk auf Malta. Besonders empfehlenswert ist immer ein Spaziergang zum Hafen, egal ob gerade Markttag ist oder nicht. Ebenfalls sehenswert ist die eindrucksvolle Ortskirche Lady of Pompei. Diese Kirche stellt nicht nur von außen, sondern auch aufgrund der Gestaltung im Inneren eine wichtige Sehenswürdigkeit mit künstlerischem Charakter in Marsaxlokk dar.

Was man unbedingt machen sollte ist in einem der Fischlokale am Hafen einkehren.

6. Das Disneyland von Malta Popeye Village

Das Popeye Village in Mellieha ist sehr touristisch aber zumindest mit Kindern ein absolutes Muss. Das Dorf wurde ursprünglich als Filmkulisse für den Film „Popeye“ aus den 1980er Jahren mit Robin Williams gebaut und hat sich seitdem zu einer der beliebtesten Touristenattraktionen Maltas entwickelt. Das Filmset besteht aus einem malerischen Küstendorf mit zwanzig Holzkonstruktionen. Es gibt eine Post, Bäckerei, Feuerwehrhaus und andere Gebäude un man kann sämtliche Popeye-Produkte kaufen. Eine tolle Fotokulisse auch für Junggebliebene.

www.popeyemalta.com

7. Die „Three Cities“

Die „Drei Städte“ Vittoriosa, Senglea und Cospicua bieten einen ganz besonderen Einblick in Geschichte und Gegenwart Maltas. Als ein von Touristen wenig besuchter Ort sind sie gewissermaßen ein Stück unverfälschter Lebensart und bieten zugleich Einblick in Maltas Geschicke als Seefahrernation.

Die Drei Städte können mit Recht behaupten, Wiege der maltesischen Geschichte zu sein. Sie waren nahezu allen Völkern, die je auf den Inseln siedelten, Wohnstatt und Festung.

Die Häfen in ihren Buchten werden bereits seit phönizischen Zeiten genutzt. Als erste Heimstatt der Ritter des Hl. Johannes, sind die Paläste, Kirchen, Forts und Bastionen der Drei Städte um einiges älter als die von Valletta.

Solltet Ihr zu Ostern auf Malta sein, unbedingt eine der spektakulären Osterprozessionen besuchen, bei denen Statuen des „Wiederauferstanden Christus“ im Laufschritt durch menschengesäumte Straßen getragen werden.

8. Comino und die blaue Lagune

Comino ist die kleinste Insel der 3 Schwestern aber auf jeden Fall einen Tagesausflug wert. Von der Melieha Bucht aus fahren Wassertaxen und auch Speedboote zur Insel, ihr könnt aber auch von anderen Häfen aus eine Ganztagestour buchen. Bucht ihr einen Tagesausflug hat dies den Vorteil, dass ihr auch oft vom Boot aus in der „Crystal Lagoon“ schwimmen könnt, denn der Strand ist im Hochsommer doch sehr überlaufen, da er einer der schönsten der Welt ist. Auch Taucher kommen hier übrigens auf ihre Kosten.

Wem der Sinn nach etwas Bewegung steht, kann den Fußweg von der Blauen Lagune zum St. Mary´s Tower hinauf gehen, dem höchsten Punkt von Comino. Die Besichtigung des Turms ist Donnerstag-Sonntags von 10.30 bis 15.00 Uhr möglich und lohnt sehr für Fotografen, denn das Panorama ist Spitze.

9. Besuch der Tempel-Anlagen

Für die Geschichtes- und Archäologie begeisterte unter Euch gibt es auf Malta viele Sehenswürdigkeiten zu sehen. Die archäologischen Stätten gehören sogar zu den Highlights auf Malta!

Die Tempel von Malta und Gozo zählen mit einem Alter von teils mehr als 5.000 Jahren, zu den ältesten freistehenden Gebäuden der Menschheit, und gehören zum UNESCO Weltkulturerbe.

In den archäologischen Stätten gibt es Megalithmonumente, Dolmen aus der Bronzezeit, punische Grabstätten, Reste von römischen Villen und Spuren der Urmenschen zu sehen.

Die bekanntesten Tempelanlagen auf Malta sind:

  • Das unterirdische Hypogäum von Hal Saflieni
  • Die Tempel von Tarxien
  • Die nahe am Meer gelegenen Hagar Qim und Mnjadra
  • Der Ggantija Tempel auf Gozo

Mein Highlight war das Hypogäum. Unbedingt vorher Eintrittskarten besorgen , denn der Zutritt pro Tag ist limitiert und daher oft ausgebucht.

10. Die Kuppelkirche von Mosta

Ein kulturelles Highlight auf meiner Liste der „Must seen“ Dinge war die gigantische Kuppelkirche von Mosta. Die gewaltige Kuppel zählt zu den größten der Welt. Sie misst außen 55 m und innen 40m im Durchmesser. Zu ihrer Bauzeit wurde sie nur vom Petersdom in Rom und der Kirche Santa Maria del Fiore in Florenz übertroffen. Die Kirche bietet ca.10000 Gläubigen Platz. Auch hier lohnt sich ein Besuch an Ostern, wo eine riesige Christusstatue auf den Platz getragen wird.

Nun wünsche ich Euch viel Spaß in Malta, wenn Ihr gute Tipps habt, gerne unten in die Kommentare.

4 Gedanken zu „Diese 10 Dinge solltest Du auf Malta gesehen haben

  • 20. Februar 2020 um 16:44
    Permalink

    Sehr gut gemacht! Das Lesen macht richtig Spaß. Die Fotos sind hervorragend!

    Antwort
    • 20. Februar 2020 um 17:40
      Permalink

      Tolle Infos ich werde mich heute Abend mal vertiefen 👏👍❣

      Antwort
      • 27. Februar 2020 um 18:46
        Permalink

        Danke liebe Claudia, viel Spaß beim Schmökern.

        Antwort
    • 27. Februar 2020 um 18:45
      Permalink

      Danke für das Kompliment. Die Meisten Fotos hast ja auch Du gemacht.

      Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.