10 Tipps für den Anbau von Erdbeeren

Es wird Herbst und das ist der richtige Zeitpunkt sich darüber Gedanken zu machen, ob man im nächsten Jahr Erdbeeren aus dem eigenen Garten ernten möchte. Wenn Du Dich also gerade fragst, ob Du ein neues Erdbeerbeet anlegen sollst, was Du mit den vielen Kindeln machen sollst, die deine Erdbeeren gerade ausbilden oder ob es sinnvoll ist, die jetzt im Handel erhältlichen Jungpflanzen zu kaufen, dann bist Du hier genau richtig. Denn ich gebe Dir 10 Tipps für den Anbau von Erdbeeren im Garten oder auf dem Balkon.

1. Standortwahl

Erdbeeren lieben es sonnig, deshalb solltest Du Dir zunächst Gedanken über den Standort machen. Je sonniger der Standort, desto süßer die Früchte, aber aus Platzgründen habe ich auch auf der halbschattigen Terrasse noch zusätzlich welche stehen, das geht auch bringt aber etwas weniger Ertrag. Der Platz sollte etwas windgeschützt, aber nicht völlig windstill sein, damit das Laub nach Regenfällen möglichst schnell wieder abtrocknet und keine Krankheiten entstehen.

2. Pflanzzeitpunkt

Der beste Pflanzzeitpunkt ist genau jetzt im September. Die Jungpflanzen haben vor dem Winter noch genug Zeit anzuwachsen und es ist nicht mehr so heiß wie im August, sodass man weniger Stress mit dem Gießen hat. Im Frühjahr kann man zwar auch noch anpflanzen, aber man verschenkt damit eine volle Ernte, denn die Pflänzchen sind dann deutlich kleiner als die Herbstkollegen und bringen nur einen kleinen Ertrag. Zudem muss man im Herbst keine Pflanzen kaufen, sondern kann die Ableger (Kindeln) von den Mutterpflanzen nehmen. Mein Tipp, wenn ihr noch keine Erdbeeren habt, fragt doch mal im Bekanntenkreis, meine Pflanzen bilden jedes Jahr so viele Ableger, dass der meiste Teil leider auf dem Kompost landet.

3. Sortenwahl

Falls Du Deine Pflanzen doch kaufen möchtest, empfiehlt es sich vorher genau zu überlegen, welche Sorten man haben möchte. Es gibt Sorten, die tragen nur einmal, es gibt aber auch Sorten die kontinuierlich neue Erdbeeren bis in den Herbst hinein produzieren, sogenannte monatstragende Sorten. Dann gibt es frühe Sorten und späte Sorten. Weißt Du beispielsweise, dass Du im Hochsommer mehrere Wochen im Urlaub bist, macht es keinen Sinn, wenn Du Sorten wählst, die genau dann reif sind.

Ich möchte gerne eine versetzte Ernte haben, deshalb gibt es bei mir einen Mix aus frühen, späten und Monatserdbeeren, das sichert mir eine Ernte von Juni bis Oktober.

Meine Lieblingssorten sind Mieze Schindler, Mara des Bois und Ostara, denn diese Sorten kommen auch prima mit der Trockenheit zurecht. Hier erhaltet ihr einen guten Überblick und könnt auch welche bestellen, wenn ihr keinen guten Handel vor Ort habt.

4. Erdbeeren selber vermehren

Die günstigste und nachhaltigste Methode an Pflanzen zu kommen, ist sie selbst zu vermehren. Deine Mutterpflanzen sind schon an Deinen Standort angepasst und die Kindel sind absolut kostenlos. Aber jetzt der Reihe nach. Erdbeeren vermehren sich über Rankenableger. Anfangs solltest du die Ableger an der Mutterpflanze belassen, aber sobald die Jungpflanzen ausreichend verwurzelt sind, kannst du die „Nabelschnur“ kappen und die Erdbeerpflänzchen in das neue Beet umpflanzen. Wenn Du deine Pflanzen in Töpfen oder Blumenkästen hast, einfach einen Topf mit Erde daneben stellen und die Kindeln darin absenken. Ich befestige sie immer mit Büroklammern und entferne diese sobald sich genügend Wurzeln gebildet haben.

5. Erdbeeren auf dem Balkon und im Hochbeet

Erdbeeren kann man selbstverständlich auch auf dem Balkon ziehen, ich finde hier besonders den Anbau von Händeerdbeeren in Blumenampeln und den Anbau in Blumenkästen sinnvoll, das erleichtert die Ernte und die reifen Früchte liegen nicht auf der Erde auch, sodass sie nicht faulen und gleichmäßiger ausreifen können. Auch das Hochbeet ist ein toller Standort für Erdbeeren, man sollte nur bedenken, dass man den Platz dann dauerhaft, zumindest für 3 Jahre belegt hat.

6. Erdbeeren mulchen

Erdbeeren sollte man im Sommer mit einer Strohschicht oder Rindenmulch versehen, denn sie sind sehr durstig. In meinen Augen ist Rindenmulch die bessere Wahl, da er besser die Schnecken abhält.

7. Erdbeeren düngen

Auch Erdbeeren brauchen Nahrung, ich arbeite jedes Frühjahr Hühnerpellets ein und dünge im Sommer nochmals mit etwas Jauche nach.

8. Erdbeeren pflegen

Profianbau – Pixabay.de

Im Herbst, wenn die meisten Früchte abgeerntet sind, sollte man die Kindeln, die nicht benötigt werden abschneiden, braune Blätter entfernen und bei großen Pflanzen auch einige Blätter entfernen. Ich gehe spätestens im Oktober auch her und schneide noch entstehende Blüten ab, damit die Pflanze keine Energie mehr in Ausbildung von Früchten steckt, die nicht mehr ausreifen können. Im Frühjahr empfiehlt es sich den Boden etwas zu lockern, braune Blätter zu entfernen und wie oben beschrieben zu düngen.

9. Winterflies

In kalten Regionen empfiehlt es sich die Pflanzen mit einem Winterfließ zu versehen. Bei uns im Rheinland mache ich das aber nur bei dem neu angelegten Beet mit den Jungpflanzen. Blumenkästen decke ich mit ein paar Tannenzweigen ab oder stelle sie ins Gewächshaus.

10. Richtiges Gießen

Erdbeeren müssen wenn sie Früchte ausbilden und in den Hochsommermonaten regelmäßig gegossen werden. Bitte Erdbeeren immer von unten gießen, damit sich keine Krankheiten ausbilden.

So ich hoffe es waren gute Tipps dabei und ich möchte hier wirklich jeden ermutigen einmal Erdbeeren anzubauen und wenn es nur ein Topf ist, das Aroma und der Geschmack werden Dich überwältigen.

Und wenn Ihr dann einen tollen Erdbeerkuchen mit den eigenen Erdbeeren backt, einfach himmlisch.

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